Grundschule Altenvoerde
Fettweide 6
58256 Ennepetal

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schule



  4. Individuelle Förderung und Differenzierung

  
Die erste Förderung der Kinder geschieht durch die Eltern. Später wird sie zusätzlich durch Kindergarten und Schule fortgesetzt.

Kinder sollen erfolgreich lernen können. Daher ist es wichtig, dass wir die Kinder dort abholen, wo sie sich in ihrer Entwicklung und Leistungsfähigkeit befinden. Deshalb fordert unsere Schule auch nicht von allen Kindern das Gleiche zur gleichen Zeit. Die individuelle Förderung des Kindes steht im Mittelpunkt.


Schuleingangsphase:

Auf Grund des Schulrechtsänderungsgesetzes von 2003 begann eine Umstrukturierung der Schuleingangsphase.

Grundlegendes Ziel der Schuleingangsphase ist es, alle schulpflichtigen Kinder einzuschulen. Es erfolgen keine Zurückstellungen.

Die Jahrgangsstufen 1 und 2 stellen eine pädagogische Einheit dar. Die Kinder haben ein, zwei oder drei Schuljahre Zeit, um die Lernziele der ersten beiden Klassen zu erreichen. Es ist also ein überspringender Aufstieg oder der Verbleib für ein weiteres Jahr möglich. Durch die besondere Ausgestaltung der Schuleingangsphase sind fließende Übergänge gewährleistet.

 

Kennzeichnende pädagogische Elemente der neuen Schuleingangsphase sind:

·  Vorgezogene Anmeldung im November

·  Intensivere Zusammenarbeit zwischen Schule, Kindergarten und Eltern

·  Vorschulische Elternberatung im Hinblick auf die Fördermöglichkeiten

·  Umfängliche kindgerechte Lernstandserhebungen

·  Erarbeiten und Fortschreiben von Förderplänen für einzelne Kinder oder kleine Gruppen von Kindern

·  Zielgerichtete Förderangebote für jedes Kind

·  Unterricht, der so organisiert ist, dass jedes Kind seinem Lernstand entsprechend beansprucht wird

·  Lernangebote, die selbstständiges und selbst organisiertes Lernen ermöglichen und trainieren

 

Die Zeit vor der Schule:

Die Bildungsarbeit von Kindergarten und Schule ist eng miteinander verbunden.

Jedes Jahr bietet die Stadt Ennepetal eine Informationsveranstaltung für die Eltern vierjähriger Kinder an, bei der Kindergarten und Grundschule gemeinsam über vorschulische Fördermöglichkeiten und den Übergang zur Grundschule informieren.

 

Wir haben unsere bisherige Einschulungspraxis reflektiert und unser Anmeldeverfahren inhaltlich und organisatorisch umgestaltet.

Der Schulanfang ist nicht als „Nullpunkt“ in der Entwicklung des Kindes zu sehen. In der Vorschulzeit machen die Kinder Erfahrungen, die für das Erlernen des Lesens, Schreibens und der Mathematik herausragende Bedeutung besitzen.

Das Schulfähigkeitsprofil stellt aus der Sicht der schulischen Anforderungen in systematischer Form jene Kompetenzbereiche zusammen, die als grundlegende Voraussetzung für erfolgreiches Lernen gelten. Es dient beim Übergang in die Grundschule als Orientierung. Um alle Kinder angemessen fördern zu können, ist zunächst eine genaue Feststellung des Lern- und Entwicklungsstandes notwendig.

Die Förderung unserer Schüler beginnt bereits mit der Anmeldung im Herbst des Jahres vor der Einschulung. „Das Jahr vor der Schule“ bietet vielfältige Möglichkeiten, mit dem Kind, seinen Eltern und Erzieherinnen in Kontakt zu treten. Die Schulanmeldung ist häufig der erste Kontakt mit dem Kind und den Eltern. Daher sind uns eine kindgerechte Gestaltung der Anmeldung und die persönliche Betreuung der Eltern wichtig.

Parallel zur formalen Aufnahme durchlaufen die Kinder einzelne Stationen, die in die Rahmenhandlung „Wunder-Zauberwelt“ eingebettet sind, und an denen sich der Entwicklungsstand in den einzelnen Kompetenzbereichen des Schulfähigkeitsprofils beobachten und diagnostizieren lässt. Eine genaue Beobachtung und Diagnose zum Zeitpunkt der Schulanmeldung ist eine Grundlage für die weitere Arbeit.

So können Stärken entdeckt und gefördert werden. Ebenso können Schwächen in bestimmten Teilleistungsbereichen erkannt und eingeschätzt werden. Dadurch wird der Zugang zu einer differenzierten und frühzeitigen Förderung bis zum Schuleintritt und darüber hinaus ermöglicht.

Die Anmeldung dient einer ersten schulischen Lernstandserhebung.


Im Frühjahr des Jahres der Einschulung wird im festgestellten Bedarfsfall und mit vorzeitig angemeldeten Kindern ein Schulspiel durchgeführt, in dem weitere Beobachtungen zum Entwicklungsstand in den einzelnen Kompetenzbereichen des Schulfähigkeitsprofils gemacht werden.

Darüber hinaus ermitteln wir im Rahmen der Anmeldung den Sprachstand des Kindes. Kinder, die Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache haben, sind verpflichtet, einen Sprachkurs im Kindergarten oder an einem anderen Ort zu besuchen.

 

Die Dokumentation der Ergebnisse zum Lern- und Entwicklungsstand erfolgt in erstellten Beobachtungsbögen und in pädagogischen Tagebüchern.
 

Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Eltern, Kindergärten und Grundschule unterstützt die frühe individuelle Förderung der Kinder. Die Klassenlehrer der neuen ersten Schuljahre besuchen die Kindergärten und beobachten ihre zukünftigen Schulkinder in ihrer gewohnten Umgebung. Darüber hinaus finden Gespräche mit den Erzieherinnen der Kindergärten statt. Auf Anfrage der Kindergärten findet nach der Anmeldung ein Informationsgespräch zwischen Kindergarten, Eltern und Schulleitung statt. In Einzelfällen werden darüber hinaus Informationen über den Fortgang evtl. therapeutischer Einzelmaßnahmen sowie der Sprachvorbereitungskurse ausgetauscht. Die Kindergarten- und Schulleitungen wirken auf die Eltern ein, dass diese die Erlaubnis der Weitergabe von Informationen zur Entwicklung ihrer Kinder geben, damit eine möglichst nahtlose Weiterförderung der Kindergartenkinder in der Schule erfolgen kann.

Wir streben die Anbahnung einer Verantwortungsgemeinschaft an.

Vor Beginn des Schuljahres werden die Eltern zu einem ersten Elternabend und die zukünftigen Schulkinder zu einer Schnupperstunde im ersten Schuljahr eingeladen.


Die Begleitung des Kindes auf seinem Weg in die Schule ermöglicht einen gleitenden, angstfreien Start ins Schulleben.



  Die Zeit in der Schule:

 Auch die Bedingungen des Anfangslernens haben wir reflektiert und pädagogisch und didaktisch-methodisch weiterentwickelt.

Die Eingangsvoraussetzungen der Schulkinder gehen immer mehr auseinander. Dieser zunehmenden Heterogenität der Schulanfänger muss deshalb auch durch eine Veränderung der Organisation der Eingangsklassen Rechnung getragen werden. Unsere Schule arbeitet laut Schulkonferenzbeschluss in der neuen Schuleingangsphase weiterhin jahrgangsbezogen, wobei die Förderung des einzelnen Kindes anhand im Team erstellter Förderpläne für einzelne Kinder oder kleine Gruppen von Kindern vorgesehen ist.

  Dabei bauen wir einerseits auf bewährte Formen der Grundschularbeit wie Lernen in der Geborgenheit der Jahrgangsklassen mit gleichzeitiger   Differenzierung und
  Individualisierung und versuchen andererseits auch die Vorteile, die sich durch ein jahrgangsübergreifendes Konzept ergeben können, mit einzubeziehen.

 

Folgende Maßnahmen wurden zur Umsetzung ergriffen:
 

·  Die Kinder der zweiten Schuljahre werden die Paten der Schulanfänger. So wird die Verbundenheit der Jahrgänge betont und der Miteinander- und Voneinanderlernen sowie das gegenseitige Helfen gefördert.

·  Der Unterricht findet zeitweise in Doppelbesetzung statt.

·  Jeweils zwei LehrerInnen der 1. und 2. Klassen bilden „Tandems“ und jede Klasse des 1. und 2. Jahrgangs hat einen Zweitlehrer. So wird der Informationsaustausch gefördert, und die gemeinsam in einer Klasse unterrichtenden LehrerInnen beobachten und reflektieren die Lernentwicklung der Kinder.

·  Die Lernfortschritte der Kinder werden in Dokumentationsbögen begleitet, festgehalten und ausgewertet.

·  Neben der regulären Beobachtung während der ersten Schulwochen (z.B. in Beobachtungsbögen und im Pädagogischen Tagebuch dokumentiert) werden bei Auffälligkeiten TeamkollegInnen, GU-LehrerInnen, die Schulkindergartenleiterin bzw. „außerschulische Experten“ herangezogen.

· Auf der Grundlage gezielter Lernbeobachtungen werden Förderschwerpunkte ermittelt und individuelle und gruppenbezogene Förderpläne erstellt. Diese werden während der Schuleingangsphase kontinuierlich fortgeschrieben.

·  Die Überprüfung der Lernfortschritte geschieht in z.T. differenzierten Lernzielkontrollen.

·  Zur Differenzierung wird Material in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden bereitgestellt. In beiden Jahrgangsstufen werden Unterrichtsmaterialien für die Klassen 1 und 2 bereitgestellt. Zur zusätzlichen Differenzierung wird im ersten Jahrgang Material aus dem Schulkindergarten und im zweiten Jahrgang weiterführendes Fördermaterial bereitgestellt.

· Zur Ermöglichung einer äußeren Differenzierung (auch klassen- und jahrgangsübergreifend) liegen die Fächer Deutsch, Mathematik und Förderunterricht weitgehend parallel.

·  Zu ausgewählten Themen finden regelmäßig jahrgangsübergreifende Projekte statt.

·  Das Kollegium hat sich auf einen „Methodengrundschatz“ geeinigt, der bis zum Ende von Klasse 2 eingeführt worden sein soll. Hierzu zählen Tagespläne, Stationenlernen, Werkstattunterricht und das Lernen in Projekten.

  ·  Es wurden Vereinbarungen zu grundlegenden Elementen selbstgesteuerten Lernens getroffen: Techniken zum Umgang mit Arbeitsmaterialien, Arbeit mit der Anlauttabelle,
     Einsatz von Lösungsblättern, die selbstständige Auswahl des Freiarbeitsmaterials, Training der Selbsteinschätzung der Kinder mit den Symbolen „Feder, Waage, Blitz“

Die Lernentwicklung der Kinder, die die neue Schuleingangsphase durchlaufen haben, wird besonders beobachtet. Im Kollegium wird gemeinsam beraten, ob sich Vor- oder Nachteile für  Start und Durchlaufen der Grundschulzeit feststellen lassen.

Gegebenenfalls werden Veränderungen vorgenommen, die Zurücknahme, Intensivierung oder Erweiterung der Maßnahmen bedeuten können.

 
Unterricht

Unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und Lernfähigkeiten der Kinder tragen wir durch die Bereitstellung individueller Lernwege, besonderer Aufgaben- und Hilfestellungen 
Rechnung. Lernfreude und Ermutigung sind dabei die besten Voraussetzungen, um Leistungsbereitschaft und Lernerfolge zu erzielen. Ziel ist es, den Kindern Erfolge zu
ermöglichen, die zu weiteren Leistungen motivieren.

Individuelle Förderung ist eine durchgängige Zielsetzung und bezieht sich auf den gesamten Unterricht. Sie setzt voraus, dass die LehrerInnen die Kinder in unterschiedlichen Situationen beobachten, ihre Stärken und Schwächen einschätzen und sie entsprechend fördern.

In der Schule spricht man von innerer Differenzierung, wenn die spezifischen Übungsformen dem Kind im Klassenunterricht zu Verfügung gestellt werden. Differenzierte Aufgabenstellungen sind für Kinder mit unterschiedlichen Lernschwerpunkten allgemein üblich und werden permanent angewendet.

Neben herkömmlichen Formen der inneren Differenzierung haben wir uns besonders mit der individuellen Förderung durch die Arbeit am Computer auseinandergesetzt. Geeignete Software bietet gute Möglichkeiten Kinder individuell zu fördern. Im Zentrum unserer Arbeit stand die „Lernwerkstatt“ von der Medienwerkstatt Mühlacker. Sie bietet großartige Möglichkeiten im Hinblick auf die individuelle Förderung. Das Programm beinhaltet verschiedene Übungen aus den Bereichen Mathematik, Deutsch und Wahrnehmung/Logik. Die Übungen sind so ausgelegt, dass sie Kindern vom 1. bis 4. Schuljahr und darüber hinaus genügend Angebote und Übungsmaterial bieten. Zum einen können die  Kinder an bereits fertigen Übungen arbeiten, zum anderen kann das Übungsangebot im sprachlichen Bereich z. B. unter Berücksichtigung des Unterrichtsthemas individuell gestaltet werden.

Besonders interessant ist die Arbeit mit der Lernwerkstatt, weil jeder die Kinder seiner Klasse zu Gruppen zusammenfassen kann, die am gleichen Übungsmaterial arbeiten und dennoch jeder für sich den individuellen Lernfortschritt dokumentiert bekommt.

 Bei der äußeren Differenzierung werden die Kinder in kleinen Gruppen (je nach Lernschwierigkeiten/Fähigkeiten) zusammengefasst. In diesen Gruppen wird dann das 
 Grundsatzproblem bearbeitet und weitere individuell auf das Kind ausgerichtete Hilfen gegeben.

 Neben der allgemeinen Förderung im Klassenverband fördern wir in enger Zusammenarbeit zwischen Kleingruppe und Klasse Kinder:

·   bei LRS (Lese-Rechtschreibschwäche)

·   im GU (Gemeinsamer Unterricht mit behinderten Kindern)

·   im motorischen Bereich (Sportförderunterricht)

·   in AGs (Lesen, Computer)


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1. Wir stellen uns vor        2. Unsere pädagogischen Leitgedanken       3. Soziale Kompetenz       4. Individualisierung und Differenzierung       5. Deutschunterricht       6. Arbeit mit neuen Medien