Grundschule Altenvoerde Fettweide 6 58256 Ennepetal Tel.:02333/2228 Fax: 02333 / 83 92 44 E-Mail: grundschule-altenvoerde@t-online.de |
|
||
| 4. Individuelle Förderung und Differenzierung Kinder
sollen erfolgreich lernen können. Daher ist es wichtig, dass wir die
Kinder
dort abholen, wo sie sich in ihrer Entwicklung und Leistungsfähigkeit
befinden.
Deshalb fordert unsere Schule auch nicht von allen Kindern das Gleiche
zur
gleichen Zeit. Die individuelle Förderung des Kindes steht im
Mittelpunkt.
Schuleingangsphase: Auf
Grund des Schulrechtsänderungsgesetzes von 2003 begann eine
Umstrukturierung
der Schuleingangsphase. Grundlegendes
Ziel der Schuleingangsphase ist es, alle schulpflichtigen Kinder
einzuschulen.
Es erfolgen keine Zurückstellungen. Die
Jahrgangsstufen 1 und 2 stellen eine pädagogische Einheit dar. Die
Kinder haben
ein, zwei oder drei Schuljahre Zeit, um die Lernziele der ersten beiden
Klassen
zu erreichen. Es ist also ein überspringender Aufstieg oder der
Verbleib für
ein weiteres Jahr möglich. Durch die besondere Ausgestaltung der
Schuleingangsphase sind fließende Übergänge gewährleistet. Kennzeichnende
pädagogische Elemente der neuen Schuleingangsphase sind: ·
Vorgezogene Anmeldung im November ·
Intensivere Zusammenarbeit zwischen
Schule,
Kindergarten und Eltern ·
Vorschulische Elternberatung im
Hinblick
auf die
Fördermöglichkeiten ·
Umfängliche kindgerechte
Lernstandserhebungen ·
Erarbeiten und Fortschreiben von
Förderplänen für
einzelne Kinder oder kleine Gruppen von Kindern ·
Zielgerichtete Förderangebote für
jedes
Kind ·
Unterricht, der so organisiert ist,
dass
jedes Kind
seinem Lernstand entsprechend beansprucht wird ·
Lernangebote, die selbstständiges und
selbst
organisiertes Lernen ermöglichen und trainieren Die
Zeit vor der Schule: Die
Bildungsarbeit von Kindergarten und Schule ist eng miteinander
verbunden. Jedes
Jahr bietet die Stadt Ennepetal eine Informationsveranstaltung
für die Eltern vierjähriger Kinder an, bei der Kindergarten und
Grundschule
gemeinsam über vorschulische Fördermöglichkeiten und den Übergang zur
Grundschule informieren. Wir haben unsere
bisherige Einschulungspraxis reflektiert und unser Anmeldeverfahren
inhaltlich und
organisatorisch umgestaltet. Der
Schulanfang ist nicht als „Nullpunkt“ in der Entwicklung des Kindes zu
sehen.
In der Vorschulzeit machen die Kinder Erfahrungen, die für das Erlernen
des
Lesens, Schreibens und der Mathematik herausragende Bedeutung besitzen.
Das
Schulfähigkeitsprofil stellt aus der Sicht der schulischen
Anforderungen in
systematischer Form jene Kompetenzbereiche zusammen, die als
grundlegende
Voraussetzung für erfolgreiches Lernen gelten. Es dient beim Übergang
in die
Grundschule als Orientierung. Um alle Kinder angemessen fördern zu
können, ist
zunächst eine genaue Feststellung des Lern- und Entwicklungsstandes
notwendig. Die
Förderung unserer Schüler beginnt bereits mit der Anmeldung im Herbst
des
Jahres vor der Einschulung. „Das Jahr vor der Schule“ bietet
vielfältige
Möglichkeiten, mit dem Kind, seinen Eltern und Erzieherinnen in Kontakt
zu
treten. Die Schulanmeldung ist häufig der erste Kontakt mit dem Kind
und den
Eltern. Daher sind uns eine kindgerechte Gestaltung der Anmeldung und
die
persönliche Betreuung der Eltern wichtig. Parallel
zur formalen Aufnahme durchlaufen die Kinder einzelne Stationen, die in
die
Rahmenhandlung „Wunder-Zauberwelt“ eingebettet sind, und an denen sich
der
Entwicklungsstand in den einzelnen Kompetenzbereichen des
Schulfähigkeitsprofils
beobachten und diagnostizieren lässt. Eine genaue Beobachtung und
Diagnose zum
Zeitpunkt der Schulanmeldung ist eine Grundlage für die weitere Arbeit.
So
können Stärken entdeckt und gefördert werden. Ebenso können Schwächen
in
bestimmten Teilleistungsbereichen erkannt und eingeschätzt werden.
Dadurch wird
der Zugang zu einer differenzierten und frühzeitigen Förderung bis zum
Schuleintritt und darüber hinaus ermöglicht. Die
Anmeldung dient einer ersten schulischen Lernstandserhebung.
Im
Frühjahr des Jahres der Einschulung wird im festgestellten Bedarfsfall
und mit
vorzeitig angemeldeten Kindern ein Schulspiel
durchgeführt, in dem weitere Beobachtungen zum Entwicklungsstand in den
einzelnen Kompetenzbereichen des Schulfähigkeitsprofils gemacht werden. Darüber
hinaus ermitteln wir im Rahmen der Anmeldung den Sprachstand
des Kindes. Kinder, die Schwierigkeiten mit der
deutschen Sprache haben, sind verpflichtet, einen Sprachkurs im
Kindergarten
oder an einem anderen Ort zu besuchen. Die Dokumentation
der
Ergebnisse zum
Lern- und Entwicklungsstand erfolgt in erstellten Beobachtungsbögen und
in pädagogischen
Tagebüchern. Eine
partnerschaftliche Zusammenarbeit
zwischen Eltern, Kindergärten und Grundschule unterstützt die frühe
individuelle Förderung der Kinder. Die Klassenlehrer der neuen ersten
Schuljahre besuchen die Kindergärten und beobachten ihre zukünftigen
Schulkinder in ihrer gewohnten Umgebung. Darüber hinaus finden
Gespräche mit
den Erzieherinnen der Kindergärten statt. Auf Anfrage der Kindergärten
findet
nach der Anmeldung ein Informationsgespräch zwischen Kindergarten,
Eltern und
Schulleitung statt. In Einzelfällen werden darüber hinaus Informationen
über
den Fortgang evtl. therapeutischer Einzelmaßnahmen sowie der
Sprachvorbereitungskurse ausgetauscht. Die Kindergarten- und
Schulleitungen
wirken auf die Eltern ein, dass diese die Erlaubnis der Weitergabe von
Informationen zur Entwicklung ihrer Kinder geben, damit eine möglichst
nahtlose
Weiterförderung der Kindergartenkinder in der Schule erfolgen kann. Wir
streben die Anbahnung einer Verantwortungsgemeinschaft an. Vor
Beginn des Schuljahres werden die Eltern zu einem ersten Elternabend
und die
zukünftigen Schulkinder zu einer Schnupperstunde im ersten Schuljahr
eingeladen.
Die
Begleitung des Kindes auf seinem
Weg in die Schule ermöglicht einen gleitenden, angstfreien Start ins
Schulleben.
Die
Eingangsvoraussetzungen der Schulkinder gehen immer mehr auseinander.
Dieser
zunehmenden Heterogenität der Schulanfänger muss deshalb auch durch
eine
Veränderung der Organisation der Eingangsklassen Rechnung getragen
werden.
Unsere Schule arbeitet laut Schulkonferenzbeschluss in der neuen
Schuleingangsphase weiterhin jahrgangsbezogen, wobei die Förderung des
einzelnen Kindes anhand im Team erstellter Förderpläne für einzelne
Kinder oder
kleine Gruppen von Kindern vorgesehen ist. Dabei bauen wir einerseits
auf
bewährte Formen der
Grundschularbeit wie Lernen in der Geborgenheit der Jahrgangsklassen
mit gleichzeitiger Differenzierung und Folgende
Maßnahmen wurden zur Umsetzung ergriffen: ·
Die Kinder der zweiten Schuljahre
werden
die Paten
der Schulanfänger. So wird die Verbundenheit der Jahrgänge betont und
der
Miteinander- und Voneinanderlernen sowie das gegenseitige Helfen
gefördert. ·
Der Unterricht findet zeitweise in
Doppelbesetzung
statt. ·
Jeweils zwei LehrerInnen der 1. und
2.
Klassen
bilden „Tandems“ und jede Klasse des 1. und 2. Jahrgangs hat einen
Zweitlehrer.
So wird der Informationsaustausch gefördert, und die gemeinsam in einer
Klasse
unterrichtenden LehrerInnen beobachten und reflektieren die
Lernentwicklung der
Kinder. ·
Die Lernfortschritte der Kinder
werden
in
Dokumentationsbögen begleitet, festgehalten und ausgewertet. ·
Neben der regulären Beobachtung
während
der ersten
Schulwochen (z.B. in Beobachtungsbögen und im Pädagogischen Tagebuch
dokumentiert) werden bei Auffälligkeiten TeamkollegInnen,
GU-LehrerInnen, die
Schulkindergartenleiterin bzw. „außerschulische Experten“ herangezogen.
·
Auf der Grundlage gezielter
Lernbeobachtungen
werden Förderschwerpunkte ermittelt und individuelle und
gruppenbezogene
Förderpläne erstellt. Diese werden während der Schuleingangsphase
kontinuierlich fortgeschrieben. ·
Die Überprüfung der Lernfortschritte
geschieht in
z.T. differenzierten Lernzielkontrollen. ·
Zur Differenzierung wird Material in
unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden bereitgestellt. In beiden
Jahrgangsstufen
werden Unterrichtsmaterialien für die Klassen 1 und 2 bereitgestellt.
Zur
zusätzlichen Differenzierung wird im ersten Jahrgang Material aus dem
Schulkindergarten und im zweiten Jahrgang weiterführendes
Fördermaterial
bereitgestellt. ·
Zur Ermöglichung einer äußeren
Differenzierung
(auch klassen- und jahrgangsübergreifend) liegen die Fächer Deutsch,
Mathematik
und Förderunterricht weitgehend parallel. ·
Zu ausgewählten Themen finden
regelmäßig
jahrgangsübergreifende Projekte statt. ·
Das Kollegium hat sich auf einen
„Methodengrundschatz“ geeinigt, der bis zum Ende von Klasse 2
eingeführt worden
sein soll. Hierzu zählen Tagespläne, Stationenlernen,
Werkstattunterricht und
das Lernen in Projekten.
·
Es wurden Vereinbarungen zu
grundlegenden Elementen
selbstgesteuerten Lernens getroffen: Techniken zum Umgang mit
Arbeitsmaterialien, Arbeit mit der Anlauttabelle, Gegebenenfalls
werden Veränderungen vorgenommen, die Zurücknahme, Intensivierung oder
Erweiterung der Maßnahmen bedeuten können.
Individuelle
Förderung ist eine durchgängige Zielsetzung und bezieht sich auf den
gesamten
Unterricht. Sie setzt voraus, dass die LehrerInnen die Kinder in
unterschiedlichen Situationen beobachten, ihre Stärken und Schwächen
einschätzen
und sie entsprechend fördern. In
der Schule spricht man von innerer Differenzierung, wenn die
spezifischen
Übungsformen dem Kind im Klassenunterricht zu Verfügung gestellt
werden.
Differenzierte Aufgabenstellungen sind für Kinder mit unterschiedlichen
Lernschwerpunkten
allgemein üblich und werden permanent angewendet. Neben
herkömmlichen Formen der inneren Differenzierung haben wir uns
besonders mit
der individuellen Förderung durch die Arbeit am Computer
auseinandergesetzt.
Geeignete Software bietet gute Möglichkeiten Kinder individuell zu
fördern. Im
Zentrum unserer Arbeit stand die „Lernwerkstatt“ von der
Medienwerkstatt
Mühlacker. Sie bietet großartige Möglichkeiten im Hinblick auf die
individuelle
Förderung. Das Programm beinhaltet verschiedene Übungen aus den
Bereichen
Mathematik, Deutsch und Wahrnehmung/Logik. Die Übungen sind so
ausgelegt, dass
sie Kindern vom 1. bis 4. Schuljahr und darüber hinaus genügend
Angebote und
Übungsmaterial bieten. Zum einen können die Kinder
an bereits fertigen Übungen arbeiten, zum anderen
kann das
Übungsangebot im sprachlichen Bereich z. B. unter Berücksichtigung des
Unterrichtsthemas individuell gestaltet werden. Besonders
interessant ist die Arbeit mit der Lernwerkstatt, weil jeder die Kinder
seiner
Klasse zu Gruppen zusammenfassen kann, die am gleichen Übungsmaterial
arbeiten
und dennoch jeder für sich den individuellen Lernfortschritt
dokumentiert
bekommt.
Neben
der allgemeinen Förderung im Klassenverband fördern wir in enger
Zusammenarbeit
zwischen Kleingruppe und Klasse Kinder: ·
bei LRS
(Lese-Rechtschreibschwäche) ·
im GU
(Gemeinsamer Unterricht mit behinderten Kindern) ·
im
motorischen Bereich (Sportförderunterricht) ·
in AGs
(Lesen, Computer) |
1. Wir stellen uns vor
2. Unsere pädagogischen Leitgedanken
3. Soziale Kompetenz
4. Individualisierung
und Differenzierung 5. Deutschunterricht
6. Arbeit mit neuen Medien
|