Offene Ganztagsgrundschule Altenvoerde (OGGS) Fettweide 6 58256 Ennepetal Tel.: 02333 / 839245 Fax: 02333 / 83 92 44 E-Mail:ganztag_gsaltenvoerde@yahoo.de |
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Konzeption unserer Offenen Ganztagsgrundschule (OGGS) |
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VorbemerkungWaren es zunächst
vorwiegend Familien und Alleinerziehende, die dieses Angebot zur
Vereinbarkeit
von Beruf und Familie nutzten, so interessieren sich zunehmend auch
solche
Familien für die Ganztagsgrundschule, die die Förderung ihrer Kinder in
verschiedensten Bereichen zu schätzen wissen. Neben der intensiven
Begleitung
der Hausaufgaben in den Fächern Mathematik und Deutsch können die
Kinder
grundlegende Erfahrungen im musisch-künstlerischen, im handwerklichen
sowie im
sportlichen Bereich machen und so den Grundstein legen für eine spätere
Spezialisierung. Beispiele zeigen, dass die Auswahl einer Sportart oder
die
Wahl eines Instrumentes auf dieser breiten Grundlage wesentlich
erleichtert
wird. Durch die ständige
Ansprache und gezielte Übungen werden darüber hinaus Kinder, deren
sprachliche
Kompetenz noch nicht genügend entwickelt ist, zusätzlich gefördert. Einführung
Die offene
Ganztagsgrundschule ist für Kinder und Eltern ein wichtiges Anliegen.
Es wird
die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert und für Kinder mehr
Bildungsqualität und Chancengleichheit sichergestellt. Mehr Zeit für
Kinder
heißt mehr Zeit zum Lernen, für musisch-kulturelle Bildung, für
Bewegung, Spiel
und Sport und nicht zuletzt für soziales Lernen. In der zur Verfügung
stehenden
Zeit erfahren Kinder die Rhythmisierung des Schultages und umfassende
individuelle Förderung. Sie erhalten ihren Begabungen und Fähigkeiten
entsprechende Angebote und lernen, ihre Zeit sinnvoll zu nutzen.
Verbindlichkeit in den sozialen Beziehungen stärken Selbstständigkeit
und
Eigenverantwortung aller Kinder. Die gemeinsam erlebte Zeit wird unter
anderem
auch zu vielfältigen Einzelgesprächen genutzt, in denen die Kinder mit
ihren
persönlichen Gefühlen wie Ängsten, Freuden, Wut und Zuneigung
angenommen
werden. Rollenbilder, sozio-kulturelle und sprachliche Unterschiede
sowie
verschiedene Bräuche werden in der Gemeinschaft besprochen und gelebt.
Die
Teilnahme von Kindern mit Migrationshintergrund in der
Ganztagsgrundschule
Altenvoerde bietet die Chance, mit Familien aus verschiedenen
Herkunftsländern
eine interkulturelle Gemeinschaft zu erfahren. So beziehen z. B.
Tischgespräche
verschiedene kulturelle Bräuche ein und die Weltreligionen können im
persönlichen Miteinander erfahren werden. Die Bildungs-, Erziehungs-
und Betreuungsarbeit eröffnet besonders auch Kindern aus
bildungsbenachteiligten Familien Chancen, zukünftig erfolgreich am
gesellschaftlichen Leben zu partizipieren. Die Ganztagsgrundschule
will dazu beitragen, zusammen mit den Eltern Schulschwierigkeiten zu
vermeiden
und sozialer Ungerechtigkeit entgegenzuwirken. Es geht in der
Ganztagsgrundschule um eine kulturelle Idee vom Leben in der
Gemeinschaftseinrichtung, darüber hinaus aber auch um eine kulturelle
Idee des
Aufwachsens der Kinder in unserer gesamten Gesellschaft.
Räume für die
pädagogischen Angebote
Die Ganztagsgrundschule
Altenvoerde ist in einem eigens errichteten zweistöckigen Anbau
untergebracht.
Zwei große Gruppenräume mit einer Ausgabeküche sowie drei kleinere
Räume und
die Sanitäreinrichtungen wurden in liebevoller Weise kindgerecht
ausgestattet.
Die zurückhaltende Farbwahl im Wand- und Fußbodenbereich lässt den
Kindern viel
Raum zur wechselnden individuellen Gestaltung. Das Mobiliar ist
vielseitig kombinierbar
und die Räume sind mit vielen Rückzugsmöglichkeiten ausgestattet:
Spiel-, Lese-
und Kuschel- und Computerecken, zwei Hochebenen und flexible Trennwände
ermöglichen situations- und personengerechtes Handeln. Vielfältige Lehr- und
Lernmittel, Spiele, Bücher, Musikinstrumente und Spielzeuge sind in den
verschiedenen Bereichen allen Kindern zugänglich. Im Hauptgebäude der Schule
sind die Gemeinschaftsräume ebenfalls zu nutzen: Zwei Werkräume mit
einem
Brennofen, ein Computerraum, ein Versammlungsraum sowie die im Aufbau
befindliche Bücherei und eine weitere Küche bieten gute räumliche
Voraussetzungen
für die unterschiedlichen Angebote. In Einzelfällen können auch die
Klassenräume genutzt werden. Pädagogisch
anregendes Außengelände
Im Nachmittagsbereich
steht der Ganztagsgrundschule täglich die schuleigene Turnhalle zur
Verfügung,
um den Kindern vielseitige Bewegungserfahrungen zu ermöglichen. Bei
schönem
Wetter können der gesamte Schulhofbereich mit vielfältigen Spiel- und
Klettermöglichkeiten sowie der eigene Bolzplatz uneingeschränkt genutzt
werden.
Aufgrund der bislang andauernden Bautätigkeiten sind zur Zeit im
direkten
Umfeld der OGGS-Räumlichkeiten lediglich ein Sandkasten und ein kleiner
Freispielbereich nutzbar. Im Rahmen eines Agenda 21-Projektes wird in
den
nächsten Monaten der Außenbereich neu gestaltet. Entsprechende Pläne
liegen vor
und werden zusammen mit den Kindern umgesetzt. Vorgesehen sind zwei
Gartenhäuser,
ein Schulgarten und mehrere Spielbereiche. In einem weiteren Schritt
wird die
künstlerische Gestaltung vorgenommen. Pädagogische
Schwerpunkte
Die Ganztagsgrundschule
ist ein wesentlicher Teil der Grundschule Altenvoerde. Insofern bilden
die im Schulprogramm festgeschriebenen Erziehungs-
und Bildungsschwerpunkte auch den Hintergrund für alles pädagogische
Handeln am
Nachmittag. LehrerInnen, die OGS-Leitung, BetreuerInnen und Eltern
tragen gemeinsam dazu
bei,
Kinder in ihrer individuellen Entwicklung, mit ihren Wünschen und
Bedürfnissen
und auf der Basis ihrer persönlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten ernst
zu
nehmen und zu fördern. Die Erziehung zur Selbstständigkeit, zu
lebenslangem
Lernen und der pädagogische Leistungsgedanke stehen im Vordergrund der
pädagogischen Bemühungen. In engem, teils täglichem
Austausch stehen die GruppenleiterInnen und die KlassenlehrerInnen,
wenn es um
die Ermittlung des speziellen Förderbedarfs eines Kindes geht.
Gesprächsergebnisse, Entwicklungsfortschritte, Elternberatungen,
Einbeziehung
außerschulischer Beratungen und Therapien usw. werden regelmäßig
ausgetauscht
und fortgeschrieben. Dabei gelten die festgeschriebenen Handlungsziele
sowohl
für den unterrichtlichen als auch für den Freizeitbereich. Auf diese
Weise ist
die Bildung und Erziehung eines Kindes "aus einem Guss". Es besteht
ein pädagogischer Konsens, der auch
von den Eltern mitgetragen wird.
Die im schulischen Bereich
entwickelten Förderpläne finden in der Ganztagsgrundschule ihre
Fortsetzung und
teilweise auch Erweiterung. So bietet sich hier ein erweitertes
Zeitfenster, um
den erhöhten Förderbedarf von
Kindern aus bildungsbenachteiligten Familien und Kindern mit
Teilleistungsstörungen
zum Beispiel im Bereich Sprache oder Bewegung individuell
zu bearbeiten. Kinder mit besonderen Begabungen
erhalten vielfältige zusätzliche Angebote. Der Einsatz der
Lehrerstunden zur individuellen Förderung in der Ganztagsgrundschule
gewährleistet zusätzlich die Verzahnung des Vormittags- und
Nachmittagsbereichs
miteinander. Zur Förderung der sprachlichen
Kompetenzen und zur
Verbesserung der Lesekompetenz dient
ein Leseprojekt, das sowohl die schuleigene Bücherei als auch die
Stadtbücherei
einbezieht und zeitweise theaterpädagogische Elemente in den
Vordergrund
stellt. Auch in allen alltäglichen Verrichtungen wie dem Kochen wird
darauf
geachtet, mündliche und schriftliche Sprache richtig einzuüben. Auf
diese Weise
erwartet besonders Kinder mit einem Migrationshintergrund eine
intensive
ständige Auseinandersetzung mit der deutschen Sprache. Eine ganze Reihe von
Kindern ist heute übergewichtig oder zeigt motorische Auffälligkeiten.
Ein
regelmäßiges Bewegungsangebot ist
daher unerlässlich zur langfristigen Gesunderhaltung der Kinder.
Darüber hinaus
macht es den Kindern großen Spaß, unterschiedliche
Bewegungsmöglichkeiten
auszuprobieren. Aus diesem Grund bietet die Ganztagsgrundschule neben
speziellen Sportangeboten täglich auch genügend Kletter-, Lauf- und
Spielmöglichkeiten an, die das einzelne Kind in seinen speziellen
Möglichkeiten
fördern und so die kognitive, emotionale, soziale und motorische
Entwicklung
nachhaltig positiv beeinflussen. Zur Gesundheitsförderung dienen
darüber hinaus das Wissen um und das
Erleben einer gesunden Ernährung sowie die regelmäßige Anwendung
hygienischer
Prinzipien wie das Zähneputzen. Die individuelle Förderung
künstlerisch-musischer
Fähigkeiten geschieht sowohl in alltäglichen kleinen
Kreativangeboten als
auch in den dafür vorgesehenen fachlich begleiteten Kursen. Gezielte Einzelförderung
unter ergotherapeutischen Aspekten
wirkt beim Malen, Zeichnen und Werken zum Beispiel auf eine
Verbesserung der
Strichführung und der Rechts-Links-Koordination hin. Das Sehen-Lernen
wird
geschult und die Umsetzung von Gesehenem auf Papier. Feinmotorik,
Ausdauer,
Konzentration und Ordnung werden spielerisch geübt. Beim gemeinsamen
Herstellen
eines Werkstücks lernen Kinder, miteinander zu kooperieren und über
erfolgreich
beendete Werkstücke wird das Selbstwertgefühl jedes Kindes langfristig
unterstützt. Seit diesem Schuljahr läuft auf freiwilliger
Basis eine Jungengruppe. Im
quartalsmäßigen Wechsel zwischen Erstklässlern und älteren Schülern
können die Jungen ihren geschlechtsspezifischen Interessen in einem
Angebot ohne Beteiligung von Mädchen und Frauen wahrnehmen. Der
inhaltliche Ablauf der Angebote wird von den Jungen selbst mitgestaltet.
Die soziale Gemeinschaft
der Ganztagsgrundschule erfordert von den Kindern ein hohes Maß an
individuellen sozialen Kompetenzen.
Gleichzeitig bietet dieser Rahmen auch vielfältige Möglichkeiten,
emotionale
und soziale Fähigkeiten einzuüben. Mit angemessenen pädagogischen
Interventionen
werden die Kinder an die Ziele der sozialen Kompetenz herangeführt.
Diese sind
vor allem die Schaffung eines realistischen Selbstbildes, eines
gesunden
Selbstbewusstseins sowie die Entwicklung von Empathie und
Verantwortungsbewusstsein
für andere. Die jahrgangsübergreifenden Strukturen der Ganztagsgruppen
bieten
ein breites Trainingsfeld für das soziale Leben außerhalb der Schule.
Die sorgfältig
ausgewählten Freizeitangebote fügen
sich nahtlos in den pädagogischen Rahmen: Alle GruppenleiterInnen
stehen in
regelmäßigem Austausch über die Ziele der Einrichtung. Das zu Beginn
sehr
umfangreiche Freizeitangebot wurde in diesem Schuljahr an einigen
Stellen
gekürzt bzw. zusammengefasst, um die Kinder nicht mit einem Überangebot
zu überfordern
und mehr Raum für Eigenaktivitäten und eigene Zeitplanungen zu
schaffen. Nur
wenn die Kinder nicht verplant werden, können sie zu selbstständigem
Handeln
erzogen werden. Zur Zeit können die Kinder
aus folgenden Angeboten wählen:
In den Gruppen haben die
Kinder – anders als im jahrgangsgebundenen schulischen
Vormittagsbereich –
vielfältige Gelegenheiten zu jahrgangsübergreifenden
Kontakten, zum gegenseitigen Helfen und Sich-Helfenlassen, ähnlich
wie in
familiären Zusammenhängen.
Das tägliche spielpädagogische
Angebot, von dem die
Kinder besonders in den Morgenstunden Gebrauch machen, beinhaltet neben
der Förderung
der Fein- und Grobmotorik, der Sinneswahrnehmung und dem
Aggressionsabbau ganz
besonders gruppenwirksame Fähigkeiten wie das Regellernen, die Toleranz
gegenüber Schwächeren und das Lernen von Stärkeren.
Um die Ganztagsgrundschule
für alle transparent zu machen und den langfristigen Zusammenhalt
aller an der Schule Beteiligten zu gewährleisten,
finden regelmäßige Besuchswochen statt, in denen alle Kinder der Schule
die
Räume erkunden, spielen und forschen können. So erleben die Schulkinder
die
Ganztagsgrundschule als Teil ihrer Schule, in dem sie gern gesehene
Gäste sind.
Bereits die Erfahrung aus knapp zwei Jahren zeigt, dass regelmäßig auch
ehemalige Ganztagsschüler gern diese Anlaufstelle wieder aufsuchen. Sie
finden
hier immer eine offene Tür.
Ein zentrales
Handlungsfeld der Ganztagsgrundschule ist die sozialpädagogische
Begleitung und
Unterstützung der Kinder bei der Erledigung
der Hausaufgaben. Ziel der Hausaufgaben ist es, Gelerntes zu üben
und zu
wiederholen oder zu neuem Lernstoff hinzuführen. In diesem Sinne
stellen Hausaufgaben
eine zusätzliche Lernmöglichkeit dar, die mit der Entwicklung einer
positiven
Arbeitshaltung verbunden ist und ein Übungsfeld für die Übernahme von
Verantwortung darstellt. Die Hausaufgabenkräfte
gewährleisten den äußeren Rahmen zur Erreichung dieser Ziele, indem sie
in
einem ruhigen Raum an gestalteten Arbeitsplätzen eine kleine Gruppe von
Kindern
für eine gewisse Zeit beaufsichtigen und ihnen Hilfestellungen
anbieten. Zur
Unterstützung der Arbeit werden in regelmäßigen Teamsitzungen mit den
Leiterinnen
Regeln aufgestellt, Lern- und Hilfsmittel vorgestellt und Erfahrungen
ausgetauscht. Beim Personaleinsatz hat sich neben dem Einsatz von
älteren
Schülern und Studenten die Mitarbeit von erfahrenen Erwachsenen aus der
Elternschaft
als sinnvoll erwiesen. Im Bereich der
Hausaufgabenbetreuung treffen unterschiedliche Erwartungen aufeinander:
Eltern
sind in der Regel daran interessiert, einen großen Teil der
Hausaufgaben am
Ende des Schultages erledigt zu sehen. LehrerInnen erwarten unter
anderem eine
weitgehend selbstständige, vollständige Erledigung der Hausaufgaben.
Die
Hausaufgabenkräfte müssen diese und andere (auch eigene) Ansprüche mit
den
Möglichkeiten der Kinder in Einklang bringen. Das ist keine leichte
Aufgabe und
kann nur gelingen, wenn ein regelmäßiger Austausch von allen
Beteiligten
stattfindet. In der Grundschule
Altenvoerde ist aus diesem Grund die Hausaufgabenbetreuung Thema vieler
Lehrerkonferenzen, in denen die Leiterin der Nachmittagsgruppe zusammen
mit dem
Kollegium Leitlinien für die Möglichkeiten und Grenzen der
Hausaufgabenbegleitung erörtert. Diese fließen wiederum in die
regelmäßigen
Teamsitzungen der Hausaufgabenkräfte ein und werden dort
weiterentwickelt und
evaluiert.
Das Lernen in großen
Zusammenhängen wird besonders innerhalb von thematischen Projekten
gefördert.
Die Ganztagsgrundschule Altenvoerde sucht sich daher in regelmäßigen
Abständen
Partner für Projekte, die über einen bestimmten Zeitraum durchgeführt
werden.
Ein Beispiel hierfür ist das mit einer Zahnarztpraxis im Herbst 2005
durchgeführte Projekt "Zähne – was ist
das?". Hier konnten die
Kinder im direkten Kontakt mit einem Zahnarzt und an verschiedenen
Stationen
bewusst die eigenen Zähne wahrnehmen, zahngesunde Lebensmittel
kennenlernen,
erfahren, wie Karies entsteht, sowie Sozialhygiene als positives
Erlebnis
mitbekommen. Im Frühjahr jeden Jahres
steht für den Zeitraum von ein bis zwei Wochen das Märchenmobil
der Caritas auf dem Schulhof für ein Märchenprojekt
bereit. Alte und neue Texte werden mit viel Liebe zum Detail, mit
Kostümen und
Requisiten ins Spiel umgesetzt. Ein nächstes geplantes
Projekt ist die Gestaltung des
Außengeländes im Rahmen der Agenda 21. Hier werden auch die Eltern
zur
Mithilfe eingeladen.
Die Ganztagsgrundschule
ist nicht nur eingebunden in das Schulleben der gesamten Schule,
sondern auch
in vielfältige nachbarschaftliche Zusammenhänge. Die kleinstädtischen
Strukturen des angrenzenden Stadtteils spielen dabei eine wesentliche
Rolle:
Kindergärten, weiterführende Schulen, Kirchengemeinden, ein Altenheim,
Geschäfte und Privathaushalte bieten vielfältige Kontaktmöglichkeiten,
die
teilweise schon über Schüler- und Elterngenerationen gewachsen sind. So
setzt
sich das derzeitige Personal der OGGS fast ausnahmslos aus
BewohnerInnen des
Stadtteils und ehemaligen SchülerInnen zusammen und die Zubereitung und
Lieferung der täglichen Mahlzeiten geschieht durch die Altenheimküche
in
direkter Nachbarschaft der Schule. Auf den im
Zweijahresrhythmus stattfindenden Schulfesten und zu besonderen
Anlässen wie
dem Schuljubiläum werden die Nachbarschaftskontakte intensiviert und
den
Kindern damit ihre Eingebundenheit in den Heimatort verdeutlicht.
Für die Gruppenleitungen
ergeben sich über die aufgeführten Aufgaben hinaus noch zahlreiche
andere
Tätigkeiten: "Tür-und Angel-Gespräche"
mit
Verwaltungsarbeit
Koordination des
Tagesablaufs
Telefonate erledigen Unvorhersehbares
Partizipation von
Kindern, Eltern und MitarbeiterInnen
Partizipation als gelebte
Demokratie nimmt in der Granztagsgrundschule einen hohen Stellenwert
ein. Sie
beinhaltet die freie und gleichberechtigte Teilnahme der Betroffenen an
den
Diskussions- und Entscheidungsprozessen der Einrichtung. Lösungen
werden gemeinsam
entwickelt, begründet, geprüft, verantwortet und evaluiert. Für die Kinder ergeben
sich nicht nur im
täglichen Alltag diverse Mitbestimmungsmöglichkeiten, sie entwickeln
auch in
eigenen Kinderkonferenzen Regeln des Zusammenlebens oder bearbeiten
aktuelle
Probleme. Eltern
kommen zu jährlichen Elternabenden zusammen, auf denen Grundsätze der
pädagogischen Arbeit ebenso erörtert werden wie gesundheitliche,
ernährungstechnische oder hygienische Schwerpunkte. Darüber hinaus
werden
Eltern immer zur Mithilfe eingeladen, wenn es um die Ausgestaltung
räumlicher
Konzepte im Innen- und Außenbereich oder die Durchführung von Feiern
und Festen
geht. Die MitarbeiterInnen stehen
in regelmäßigem direkten Kontakt mit der
OGGS-Leitung. Sie erarbeiten darüber hinaus in Teamsitzungen Grundsätze
ihrer
Arbeit. In der Ganztagsgrundschule Altenvoerde finden die
Teambesprechungen der
Hausaufgabenkräfte und derjenigen, die eine Freizeitaktivität
durchführen
inzwischen in unterschiedlichen Sitzungen statt, weil die Erfahrung
gezeigt
hat, dass die Arbeitsschwerpunkte wenig Berührungspunkte haben. Bei der Planung und
Umsetzung des Ganztagskonzeptes wurden die schulischen
Mitwirkungsgremien wie
Schulkonferenz und Lehrerkonferenz einbezogen. Weiterer regelmäßiger
Austausch
findet statt. Außerschulische Partner und PersonalWährend die Umsetzung der
Gesamtkonzeption im sozial- und spielpädagogischen Bereich in Händen
der fest
angestellten LeiterInnen liegt, werden zur Durchführung der
Hausaufgabenbetreuung und der Freizeitangebote zahlreiche
außerschulische
Partner der unterschiedlichsten Professionen herangezogen. Das
städtische
Gymnasium, Sportvereine, die Musikschule, die evangelische
Kirchengemeinde, die
Stadtbücherei, die Biologische Station des Ennepe-Ruhr-Kreises und das
Industriemuseum Krenzer Hammer sind derzeitige Partner des Ganztags. Über geringfügige
Beschäftigungsverträge wurden folgende MitarbeiterInnen verpflichtet:
ein
Pfarrer, zwei Lehrerinnen, eine Ergotherapeutin, ein Musikschullehrer,
mehrere
Trainer der Sportvereine sowie SchülerInnen, StudentInnen,
PraktikantInnen und
engagierte
Eltern. LehrerInnen der
Grundschule unterstützen das Team im Rahmen der Hausaufgabenbetreuung
und der
individuellen Förderung der Kinder. Regelmäßig finden
Teamsitzungen und Dienstbesprechungen mit der Schulleitung statt. Besonderer Wert wird auf
die qualifizierte Fortbildung der MitarbeiterInnen gelegt. Die
Leitungen sind,
ebenso wie das Lehrerkollegium, im Zweijahresrhythmus in Erster Hilfe
geschult
und die OGGS-Leiterin hat einen zweijährigen
Aufbaubildungsgang Offene Ganztagsgrundschule des
Westfälischen Berufskollegs Hamm absolviert. Evaluation
Die Qualität der Arbeit in
der OGGS ist davon abhängig, dass sie regelmäßig überprüft wird. Um den
eigenen
hohen Standards gerecht zu werden, stellt sich das pädagogische Team
immer
wieder der Überprüfung durch die Beteiligten. So gab es bereits eine
erste Eltern-Evaluation im Rahmen des zweiten
Elternabends und die Kinder gaben
nach dem ersten halben Jahr in Form eines Fragebogens ihre Meinung zum
Ganztagsbetrieb wieder. Sie wurden dabei befragt nach der
grundsätzlichen
Zufriedenheit mit der Einrichtung, nach den Angeboten, dem Mittagessen
und nach
veränderungsbedürftigen Bereichen. Aus dem Ergebnis dieser Evaluation
wurden
strukturelle Veränderungen für die nächste Zeit eingeführt. Ein
wesentliches
Ergebnis war zum Beispiel die Zurücknahme einiger Freizeitangebote
zugunsten
der freien Spielmöglichkeiten der Kinder. Dies ist nicht nur aus Sicht
der
Kinder wünschenswert, sondern auch pädagogisch durchaus sehr sinnvoll,
indem es
der Verplanung der Kinder entgegenwirkt. Am häufigsten wurde bisher
die Hausaufgabenbetreuung evaluiert.
Bereits zweimal wurde das bestehende Konzept verbessert, zuletzt mit
folgendem
Ergebnis: In
jeder Hausaufgaben-Kleingruppe werden folgende Prinzipien beachtet
und regelmäßig überprüft:
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